34. Männerfreizeit vom 25. bis 31. Januar 2010 im Gemeinschaftszentrum Trippstadt
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Leitung Wolfgang Kleemann, Tilo Brach
In diesem Jahr empfing Trippstadt die Teilnehmer der Männerfreizeit in einem festlichen, weißen Kleid. Wiesen, Bäume, Sträucher und Hausdächer trugen eine dicke Schneedecke. Rund um das Freizeitheim herrschte eine erholsame Ruhe, der Schnee schluckte die wenigen Geräusche. Ein idealer Ort und eine ideale Zeit zum Entspannen und Erholen. Jeder der 24 Teilnehmer wurde freudig begrüßt. Schon seit vielen Jahren treffen wir uns zur Männerfreizeit. Das hat uns Männer zu einer Gemeinschaft zusammengeschweißt. Ich persönlich hatte den Eindruck, als würde eine „Pfälzische Bruderschaft“ ihr Treffen abhalten.
Mit dem gemeinsamen Abendessen am Montag begann die Freizeit. Danach setzten wir uns zusammen und einige berichteten über besondere Freuden, aber auch von Leidenswegen aus dem letzten Jahr. Viele Brüder, die aus Alters-, Krankheits-, oder sonstigen Gründen diesmal nicht teilnehmen konnten, ließen Grüße ausrichten. Es gab also genügend Anliegen für die gemeinsamen Gebete.
Der übliche Tagesablauf begann mit einer kurzen Andacht in der Hauskapelle. Anschließend gab es das reichhaltige Frühstück. So gingen wir gut gestärkt in die morgendlichen Bibelarbeiten, die von Pfarrer Tilo Brach, unserem Gemeinschaftsvorstand, geleitet wurden. Durch hervorragend biblisch fundierte Vorträge führte er uns jeden Tag in die Facetten des Glaubens durch das AT und NT unter dem Thema: „Frischer Trank aus alter Quelle“. Man musste schon aufmerksam und konzentriert zuhören, um die Weite und Größe des umfangreichen biblischen Glaubensverständnisses mitzubekommen. Es war wie in einem Glaubensseminar. Das alte Wissen wurde aufgefrischt und erweitert. Für uns eine sehr lehrreiche Zeit.
Um 12.15 Uhr verwöhnte uns die Küche mit gutem Mittagessen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Ruhen, Wandern, Spielen und miteinander Reden bestimmte diese Zeit. Schnee und Eis behinderte allerdings die Wanderungen. So rutschte ein Bruder sogar bei einer Wanderung aus und fiel auf Hinterkopf und Arm. In der Notaufnahme in Kaiserslautern wurde der Arm mit einem Gipsverband und die Platzwunde mit einigen Klammern versorgt. Gott sei Dank ist nichts Schlimmeres passiert, so dass er am gleichen Abend wieder aus der Klinik entlassen werden konnte. Unser aller Herzen waren voller Lob und Dank, als wir ihn wieder in Trippstadt empfangen konnten.
Zum zweiten Mal in einer Männerfreizeit boten Jochen Jäckel und Wolfgang Kleemann die „Literarische Teestunde“ an. Immer am späteren Nachmittag lasen sie Texte und Gedichte von ausgewählten Autoren wie „Ruth Schaumann“ und „Christian Graf von Krockow“. So fanden sich täglich viele interessierte Zuhörer in Speisesaal ein, um sich durch die Vorträge Gedankenanstöße geben zu lassen.
Um 18 Uhr gab es Abendessen. Danach versammelten wir uns nochmals zu interessanten Vorträgen. So referierte an einem Abend Herr Alfred Klein vom Naturschutzbund Weilerbach über den Eisvogel, den „Vogel des Jahres 2009“. Aufgrund seiner bunten Farbenpracht wird er auch „fliegender Edelstein“ genannt. Ein Geschenk Gottes, um uns Menschen an seiner Schöpfung zu erfreuen. Leider ist er nur sehr selten in freier Natur zu beobachten, weil er bei uns nahezu ausgestorben ist. Es gab noch weitere wunderbare Vorträge wie z.B. den von Jochen Jäckel über Hiob, dessen Glaube sich im Leiden bewähren musste.
So wie wir den Tag begonnen hatten, beendeten wir ihn mit einer kurzen Andacht in der Kapelle. Die abschließende Gebetsgemeinschaft und Luthers Abendsegen begleitete die einen direkt zur Nachtruhe, die anderen zu den traditionellen Nachtgesprächen.
Für den Samstag Abend, unseren vorletzten Freizeittag, erwarteten wir mit großer Sehnsucht unseren Bruder Inspektor a.D., Propst in Tatarstan, Christian Herrmann. Er überraschte uns mit seinem Kommen schon am Morgen und es gab ein freudiges Begrüßen. Bruder Herrmann berichtete über die junge Gemeinde in Kasan, die er mit aufgebaut hat . Gott wirkt Großes in diesem Land. Krankheitsbedingt kann Christian Herrmann die dortige Gemeinde seit einiger Zeit leider nur noch von zuhause aus per Telefon beraten und ihr Hilfestellung geben. Doch Gott gab ihm die Kraft, diese Gemeinde Ende des vergangenen Jahres für einige Wochen zu besuchen. Wir sind ihm und den Gemeinden in Tatarstan mit allen guten Wünschen verbunden. Wolfgang Kleemann sprach ihm im Namen aller anwesenden Brüder mit Ps. 31, 1-6 Gottes Segen zu.
Am Sonntag Morgen, dem leider schon letzten Tag unserer Männerfreizeit, feierten wir einen Abendmahlsgottesdienst, den wieder Pfarrer Brach leitete. Das gemeinsame Mittagessen beendete fas diesjährige Treffen der „Pfälzer Bruderschaft. Mit etwas Wehmut, weil die segensreiche Zeit zu Ende gegangen war, aber in der Hoffnung auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr verabschiedeten wir uns voneinander.
Waldemar Mergenthaler